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Für die meisten Menschen ist das wichtigste im Leben Wohlstand, Reichtum, Gesundheit, Genuss, Geltung, Macht, Schönheit, Gerechtigkeit, Liebe usw., aber was man damit erreichen will, das eigentliche Ziel, darüber macht sich erstaunlicherweise kaum jemand Gedanken, denn es geht immer nur um das EINE, ums ....








Alles was wir tun ist nur Mittel und Zweck um glücklich zu sein. Glücklichsein entsteht im neuronalen Belohnungs-system des Gehirns durch Ausschüttung von Botenstoffen. Das Verlangen danach treibt unser Leben an. Hunger und Durst sind dabei die elementaren Lebensbedürfnisse. Werden sie befriedigt, so stellen sich Glücksgefühle ein. Alles was wir tun wird auf diese Weise angetrieben. Im Belohnungszentrum geht dabei immer ein Entscheidungs-prozess voraus. Sei es das Menü im Restaurant, der Beruf oder der Lebenspartner, wir suchen immer das Optimum bezüglich Glücklichsein. Selbst Zwangsmassnahmen befolgen wir nur, weil es glücklicher macht als die Konsequenzen.


Das Problem ist aber, mit dem stillen dieser Bedürfnisse werden noch keine Glücksbotenstoffe ausgeschüttet. Wenn wir das Essen herunterschlingen werden noch keine Glücksgefühle wirksam, erst wenn wir uns der Freude und dem Genuss frönen. Je konzentrierter wir nun nach dem Glück jagen, desto weniger erreichen wir es. So jagen wir unentwegt dem Glück hinterher ohne es zu erreichen und treiben damit nur unser Leben an.









Ohne dieses Antriebssystem könnte Leben aber nicht existieren, denn im vollkommenen Glückszustand versiegt jegliches Bedürfnis etwas zu tun. Jeder, der schon mal so richtig verliebt war kennt das Gefühl, dass man vom Liebesglück allein leben kann. Beim Buddhismus soll durch abschalten aller irdischen Bedürfnisse mit Hilfe der Meditation der höchste Glückszustand als Abschluss des Lebenskreislaufes (Nirvana) erreicht werden. Demgegenüber orientiert sich das Himmelsglück an irdischen Bedürfnissen. Ob dadurch das höchste Glücksempfinden erreicht werden kann ist fraglich.


Das Leben ist ein Spagat zwischen Antrieb und Glücklichsein. Wenn man unglücklich ist wird man vom Glücksbedürfnis angetrieben und wenn man glücklich ist, versiegt der Antrieb, deshalb funktionieren auch Glücksdrogen nicht. Die Kunst des Lebens liegt nun darin glücklich zu sein ohne den Lebensantrieb zu verlieren. Das Patentrezept lautet: Sich an der Arbeit erfreuen. Wenn man nur arbeitet um ein Ziel zu erreichen (Salär, Kariere usw.) kommt das Glück erst wenn man das Ziel erreicht hat und dann aber auch nur, wenn man fähig ist den Erfolg als Gemütszustand zu geniessen. Also sollte man nicht den Beruf wählen, der den grössten Erfolg verspricht, sondern den, welcher am meisten Freude bereitet. Dazu ein passendes Zitat vom berühmten Philosoph Voltaire:

«Lasst uns unser Glück besorgen, in den Garten gehen und arbeiten».


Entsprechend erzählen auch die Glücklichen mit Begeisterung von ihrer Arbeit und die Unglücklichen jammern. Die Erfolgreichen sind auch selten die Glücklichen. Vor allem Musiker, Schauspieler und Models stürzen öfters ab und obwohl sie bei der Partnerwahl die grössten Chancen haben, scheitern sie meist am Liebesglück. Glücklichsein von Dauer gewinnt man, indem man mit voller Begeisterung der Arbeit nachgeht. Auch jeder kann glücklich sein, man muss sich nur an allem erfreuen, auch bei Problemen, indem man sie als Herausforderung betrachtet.


Die Fähigkeit glücklich zu sein steckt aber leider auch im Charakter.
Glückliche Menschen glauben ihr Glück selbst geschmiedet zu haben,
während unglückliche dem Schicksal die Schuld zuschieben
und ewig auf das Glück, das nicht von selbst kommt  warten.


Wie Einstein, Aristoteles, Aurelius und die Gehirnforschung festgestellt haben,
wird unser Leben und damit das glücklich sein von den Gedanken konstruiert.
Man kann sich freuen, dass das Glas noch halb voll ist.
Oder enttäuscht sein, dass es schon halb leer ist.
Nicht die Tatsache ist für den Glückszustand entscheidend,
sondern nur die Gedanken, welche aus der Betrachtungsweise entstehen.


Was ist besser, Optimismus oder Pessimismus? Beides ist nicht optimal,
der Optimist erlebt mehr Enttäuschungen, weil er sich überschätzt
und der Pessimist erreicht nichts, weil er sich unterschätzt,
aber der Optimist ist glücklicher, weil er die Welt bejaht.


Auch ist das Glück relativ, es findet sich immer noch ein Glück im Unglück


Zitat-Zusammenstellung zum Nachdenken:
Glücklichsein….
funktioniert erstens anders und zweitens als man denkt
es ist nicht dort wo man es sucht, sondern dort wo man es spürt
es kommt auch erst, wenn man aufhört danach zu streben
denn um es zu spüren muss man sich von allen Begierden befreien
aber sobald man es spürt verschwinden alle Begierden
nur die Unglücklichen suchen danach, die Glücklichen sind es
es braucht auch nicht viel dazu, man muss es nur sein,
oder die Situation geniessen, in der man sich befindet,
man findet es bereits entlang des Weges, nicht erst am Ende
dabei ist Arbeit, die nicht glücklich macht, verlorene Arbeit
wenn man tut was man will kommt es nicht, aber wenn man will was man tut
es besteht nicht darin, keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie zu meistern
beim Unglück ertragen fängt es an
und wenn man die eigenen Dinge zu schätzen lernt
denn nur das was man hat macht glücklich, nicht das was man begehrt
Unglück ist auch nur so schwer wie man es nimmt
lieber arm und glücklich als reich und unzufrieden
denn Wünsche reduzieren macht glücklicher als Eigentum vermehren
Glück kann man sogar geben ohne es zu haben
und wer es schon hat kann es durch schenken noch vermehren
Hoffnung ist oft der Anfang des Glücks,
aber zu viel Hoffnung wird mit Enttäuschung bestraft


Aber warum lernen wir nicht direkt das Glücklichsein? Darüber im nächsten Kapitel